Förderprojekte 2026
Historische Karten des Geographischen Instituts Tübingen

Seit 2019 fördert die GEV die Aufbereitung und Digitalisierung historischer Landkarten an der Universität Tübingen.
2022 wurde zudem am Geographischen Institut der Universität Tübingen ein umfassendes Projekt installiert, das weiterhin finanziell von der GEV gefördert wurde.
Seit Ende 2025 können die wertvollen historischen Karten im neuen Sammlungszentrum der Universität Tübingen gelagert werden. Die Bedingungen für die Archivierung sind dort optimal und die Karten können im Original in einem Arbeitsraum studiert werden. Über den Link zum sind die digitalisierten Karten auch einem breiten Publikum leicht zugänglich: https://www.emuseum.uni-tuebingen.de/groups/geographische-karten
Hier der Link zum Sammlungszentrum der Universität Tübingen:https://www.unimuseum.uni-tuebingen.de/de/infos/news/fuehrung-durch-das-sammlungszentrum-wilhelmstrasse

Im Rahmen der Dokumentation fanden sich auch folgende drei interessante Dokumente von Expeditionen in den Jahren 1896/97:



Geographie-Preis 2026
Preisverleihung des Geographie-Sonderpreises 2026
Bereits zum 11. Mal findet am 13. November die diesjährige feierliche Preisverleihung an die fünf Sonderpreisträgerinnen und -preisträger statt. In diesem Jahr gab es eine Rekordbeteiligung der Schulen: 71 Gymnasien aus Baden-Württemberg (Vorjahr 51) beteiligten sich! Aus allen Einreichungen wurden die fünf mit den höchsten Gesamtnotenpunktzahlen im Leistungsfach Geographie ausgewählt.
Die Preisträgerinnen und Preisträger reisen mit zahlreichen Familienmitgliedern, Freundinnen, Freunden und Lehrkräften an.
Die fünf Ausgezeichneten erhalten neben einer Urkunde einen Geldpreis in Höhe von 150 €, eine Reisekostenpauschale 50 € und die Möglichkeit zu einer dreijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der GEV.
Den Geographie-Sonderpreis 2026 erhalten:
Mira Gollwitzer, Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen
Christopher Kiltz, Ludwig-Uhland-Gymnasium Kirchheim unter Teck
Leonie Knorpp, Herzog-Christoph-Gymnasium Beilstein
Morlin Pöter, Mädchengymnasium St. Agners Stuttgart
Johanna Wader, Karl-von-Frisch-Gymnasium Dusslingen

Mira Gollwitzer, Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen

Christpher Kiltz, Ludwig-Uhland-Gymnasium Kirchheim unter Teck

Leonie Knorpp, Herzog-Christoph-Gymnasium Beilstein

Morlin Pöter, Mädchengymnasium St. Agnes Stuttgart

Johanna Wader, Karl-von-Frisch-Gymnasium Dusslingen
Junge Forschung 2026


Die Ausschreibung Junge Forschung 2026 richtet sich an Nachwuchsforschende. Die Jury wählt nach vorgegebenen Kriterien zwei Themen aus, die im Rahmen der öffentlichen GEV-Vortragsreihe als Impulsvorträge vorgestellt werden.
Der Preis umfasst
- 250 € Vortragshonorar + Reisekostenübernahme
- Auftritt in der GEV-Vortragsreihe am 13.11.2026
- Die offizielle Urkunde „Junge Forschung 2026“
- Ein YouTube-Video vom Vortrag
- Ein kostenloses Vortragstraining mit einem Profi-Coach
Die Gewinnerin und der Gewinner der Ausschreibung Junge Forschung 2026 sind:
Sophie Strohmaier, Universität Stuttgart: Methan aus Flüssen – eine unterschätzte Treibhausquelle?
Beim Thema Methan denken viele zuerst an rülpsende Kühe, doch auch unsere Flüsse setzen das Treibhausgas frei. Ein möglicher Auslöser ist die Kolmation, eine Verstopfung des Flussbetts, die zu sauerstofffreien Zonen und damit zur Methanbildung beim organischen Abbau führt. Der Vortrag zeigt am Beispiel von den Flüssen Isar und Inn, wie sich diffuse Emissionen aus Gewässern bestimmen lassen und ob Methan als Warnsignal für ein beeinträchtigtes Flussbett genutzt werden kann.
Jonathan Binetsch, Universität Kassel: Was, wenn Wälder uns wieder ernähren? Die vergessene Geschichte der Esskastanien und das Ernährungssystem der Zukunft
Unser Ernährungssystem ist nicht nachhaltig – das wissen wir. Doch können wir uns Alternativen vorstellen? Bergvölker Europas lebten jahrhundertelang von Esskastanien. Kleinbäuerinnen in Indien pflanzen Bäume gegen die Klimakrise. Von beiden lernen wir: Ein klimaresilienter Ernährungswald ist nicht nur möglich – er existiert bereits. Wie sichern uns diese Innovationen in Zukunft unsere Nahrung?
Die GEV gratuliert Sophie Strohmaier und Jonathan Binetsch sehr herzlich und freut sich auf regen Besuch ihrer Vorträge.
Die Aufzeichnung der Vorträge finden Sie nach der Veranstaltung in unserem Youtubekanal Bitte beachten Sie: Sie verlassen unsere Seite und werden auf www.youtube-nocookie.com weitergeleitet. Trotz datenschutzfreundlicher Einbindung kann es sein, dass YouTube Cookies verwendet. Bitte beachten Sie dafür die Datenschutzerklärung von YouTube bzw. Google.
Koloniale Narrative im Spiel
Symbolbild KI-generiert und Foto Dr. Timo Sedelmeier
Das Projekt der Universität Tübingen untersucht, wie koloniale Stereotype und Machtverhältnisse in analogen und digitalen Spielen dargestellt und möglicherweise fortgeschrieben werden. Im Zentrum der Vorstudie steht das bekannte Brettspiel Puerto Rico (2002), das in der Kritik steht, koloniale Strukturen unreflektiert abzubilden.
In drei Spielsitzungen mit anschließenden Gruppengesprächen wird erforscht, wie Spielerinnen und Spieler die angelegten kolonialen Bedeutungen wahrnehmen, deuten und bewerten. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie populäre Spiele zur alltäglichen Reproduktion historischer Wissensbestände beitragen.
Die Ergebnisse sollen in einem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht werden und bilden die Grundlage für einen größeren Forschungsantrag.
Junge Stimmen – ein Podcast-Workshop
„Junge Stimmen“ – ein Ausstellungs-Podcast-Workshop für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren in Kooperation mit dem Werkstatthaus Stuttgart
Podcasts sind ein zeitgemäßes Medium und oft Bestandteil der Lebenswelt junger Menschen. Auf dieser Grundlage wurde die Workshop-Reihe „Junge Stimmen“ konzipiert. Kinder und Jugendliche hatten die Möglichkeit, selbst einen Podcast zu einem eigenen Thema zu produzieren. An jedem der drei Termine bot eine Dauerausstellung den Rahmen. Nach einer Führung durch die Dauerausstellung im Linden-Museum arbeiteten die Kinder und Jugendlichen selbständig am Thema und an der Recherche. Danach wurden die Ergebnisse mithilfe der Medienwerkstatt des Werkstatthauses Stuttgart in mehreren Takes aufgenommen, angehört und abgesegnet. Dabei hatten die Teilnehmenden ebenfalls die Wahlfreiheit, welche Form der Podcast haben sollte – von einer geskripteten Interviewsituation bis zur Aufnahme eines Vortrags war alles möglich.
Obwohl sich viele der Jugendlichen zu Beginn nicht kannten, entstand schnell eine freundschaftliche und wertschätzende Atmosphäre, die sich in der kooperativen Themenarbeit zeigte und schließlich in den gemeinsamen Aufnahmen mündete.
Die Ergebnisse werden nach einer Nachbearbeitung auf dem Media-Guide des Linden-Museums als zusätzliches Angebot zur Verfügung stehen.
