Förderprojekte 2026
Koloniale Narrative im Spiel
Symbolbild KI-generiert und Foto Dr. Timo Sedelmeier
Das Projekt der Universität Tübingen untersucht, wie koloniale Stereotype und Machtverhältnisse in analogen und digitalen Spielen dargestellt und möglicherweise fortgeschrieben werden. Im Zentrum der Vorstudie steht das bekannte Brettspiel Puerto Rico (2002), das in der Kritik steht, koloniale Strukturen unreflektiert abzubilden.
In drei Spielsitzungen mit anschließenden Gruppengesprächen wird erforscht, wie Spielerinnen und Spieler die angelegten kolonialen Bedeutungen wahrnehmen, deuten und bewerten. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie populäre Spiele zur alltäglichen Reproduktion historischer Wissensbestände beitragen.
Die Ergebnisse sollen in einem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht werden und bilden die Grundlage für einen größeren Forschungsantrag.
Junge Stimmen – ein Podcast-Workshop
„Junge Stimmen“ – ein Ausstellungs-Podcast-Workshop für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren in Kooperation mit dem Werkstatthaus Stuttgart
Podcasts sind ein zeitgemäßes Medium und oft Bestandteil der Lebenswelt junger Menschen. Auf dieser Grundlage wurde die Workshop-Reihe „Junge Stimmen“ konzipiert. Kinder und Jugendliche hatten die Möglichkeit, selbst einen Podcast zu einem eigenen Thema zu produzieren. An jedem der drei Termine bot eine Dauerausstellung den Rahmen. Nach einer Führung durch die Dauerausstellung im Linden-Museum arbeiteten die Kinder und Jugendlichen selbständig am Thema und an der Recherche. Danach wurden die Ergebnisse mithilfe der Medienwerkstatt des Werkstatthauses Stuttgart in mehreren Takes aufgenommen, angehört und abgesegnet. Dabei hatten die Teilnehmenden ebenfalls die Wahlfreiheit, welche Form der Podcast haben sollte – von einer geskripteten Interviewsituation bis zur Aufnahme eines Vortrags war alles möglich.
Obwohl sich viele der Jugendlichen zu Beginn nicht kannten, entstand schnell eine freundschaftliche und wertschätzende Atmosphäre, die sich in der kooperativen Themenarbeit zeigte und schließlich in den gemeinsamen Aufnahmen mündete.
Die Ergebnisse werden nach einer Nachbearbeitung auf dem Media-Guide des Linden-Museums als zusätzliches Angebot zur Verfügung stehen.
